Horses & Dreams 2026: Nationale Serien mit Tiefe und Perspektive

Horses & Dreams 2026: Nationale Serien mit Tiefe und Perspektive

(Hagen a.T.W.) Neben internationalem Spitzensport setzt „20 Years Horses & Dreams“ vom 22. bis 26. April 2026 einmal mehr starke Akzente im nationalen Dressur- und Springsport. Mit renommierten Serien wie dem NÜRNBERGER BURG-POKAL, dem Louisdor-Preis sowie Deutschlands U25 Springpokal bietet das Turnier eine Bühne für die Stars von heute – und die von morgen, vom Olympiasieger bis zum U25-Talent.

Dabei ist das Reitsport-Event auf dem Hof Kasselmann bekanntermaßen kein Ort für leise Starts in die Saison. Kenner wissen: Horses & Dreams sortiert früh – und deutlich. Die Auftaktetappen des NÜRNBERGER Burg-Pokal, Louisdor-Preis und U25 Springpokal liefern auch 2026 wieder eine erste Standortbestimmung für das, was in diesem Jahr noch kommen soll.

Werth setzt die Messlatte – die anderen müssen liefern

Wenn Isabell Werth zum NÜRNBERGER BURG-POKAL anreist, geht es selten nur ums Mitreiten. Zehn Finalteilnahmen sprechen eine klare Sprache. Wer hier gewinnen will, muss an ihr vorbei und das gelingt nach wie vor nur wenigen. Mit Feinsten stellt sie einen Hengst vor, den sie erst seit kurzem unter dem Sattel hat, der aber schon als vierjähriger Dressurpferde-Vize-Champion überzeugen konnte. 

Frederic Wandres und Benjamin Werndl sind zwei Reiter, die nicht mehr in der Rolle der Herausforderer allein gedacht werden können. Beide gehören längst zur internationalen Spitze und beide nutzen die Turnierserie für 7- bis 9-jährige Dressurpferde gezielt als Teil ihrer Ausbildungsstrategie. Drei Starts hat Wandres bisher mit dem Foundation-Sohn Fänomen de Malleret bestritten, alle drei hat das Paar gewonnen. Eine BURG-POKAL  Qualifikation wäre der nächste logische Schritt in ihrer Karriere. Werndl wird versuchen, mit Embolo seine dritte Finalteilnahme zu erreichen. Patrik Kittel (SWE), Katharina Hemmer und Leonie Richter bringen zusätzliche Schärfe ins Feld. 

Sicher hat einen Platz im prestigeträchtigen 35. Serienfinale am Ende des Jahres nur der Sieger, der Zweitplatzierte kann sich Hoffnung machen, als einer der vier Punktbesten das Ticket zu lösen. Ein gutes Zeichen: Sowohl 2024 als auch 2025 fand sich das komplette Podium aus Hagen später im Finale in der Frankfurter Festhalle wieder.

Louisdor-Preis: Auf dem Sprung in die Königsklasse

Im Louisdor-Preis verdichtet sich das Bild der kommenden Grand Prix-Elite. Für acht- bis zehnjährige Pferde konzipiert, bildet er die letzte große Ausbildungsstufe vor dem Einstieg in die schwerste Klasse. Über fünf Stationen führt der Weg ins Finale 2026, doch für Fachleute beginnt die eigentliche Geschichte bereits zu Beginn der Saison. Die Auftaktetappe bei Horses & Dreams gilt seit beinahe zwei Jahrzehnten als einer der spannendsten Termine im Kalender, denn hier erleben Zuschauer oft einen sprichwörtlichen Blick in die Glaskugel des Dressursports. Pferde wie El Santo NRW, Damon Hill NRW, Desperados FRH, Bella Rose, Weihegold OLD, Cosmo, Emilio, Duke of Britain FRH, DSP Quantaz, Bluetooth OLD oder Fendi tauchten zuerst in der Platzierung von Hagen auf und schrieben anschließend internationale Erfolgsgeschichten. 

Das nächste Kapitel in dieser Serie wollen unter anderem Isabell Werth und ihr Bereiter Niklaas Feilzer schreiben. Werth, die im vergangenen Jahr das Finale für sich entscheiden konnte, kennt den Weg vom Nachwuchspferd bis zur internationalen Spitze wie kaum eine andere – und setzt damit einmal mehr eine klare Referenz. Mit Frederic Wandres und Benjamin Werndl stehen zwei weitere Ausbilder im Feld, deren Pferde selten zu früh präsentiert werden, dafür aber umso gefestigter auftreten, wenn sie den Schritt in den Louisdor-Preis gehen. 

Bianca Nowag-Aulenbrock bringt mit Vaida Girl OLD eine Stute an den Start, die nach ihrem zweiten Platz im Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL 2025 den nächsten logischen Schritt in Richtung Grand Prix vollzieht. Spannend dürfte auch der Auftritt von Maxi Kira von Platen werden, die mit dem Lusitano Mantovani’s Nuelo das Lezirias eine interessante Alternative zu den klassischen Dressurblutlinien ins Feld bringt.

U25 Springpokal: Deutschlands beste Nachwuchsreiter

18 Reiterinnen und Reiter bis 25 Jahre wurden für die erste Qualifikationsstation von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel nominiert. Tjade Carstensen gewann letztes Jahr das Finale beim CHIO Aachen. Damals konnte der Schleswig-Holsteiner Reiter seine Landsfrau Johanna Beckmann noch auf den dritten Platz verweisen.

Beckmann, amtierende U25-Meisterin im Springen, bringt nicht nur den Titel als beste ihrer Altersklasse, sondern auch die nötige Konstanz mit, um sich auf diesem Niveau zu behaupten. Auch Emilia Löser, die sich vor zwei Jahren den Titel bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen sichern konnte, zählt zu den prägenden Namen ihrer Generation. Mit Sönke Fallenberg, Marie Flick, Lea-Sophia Gut und Felix Raude steht eine breite, leistungsstarke Nachwuchsspitze bereit, die den nächsten Schritt in Richtung internationale Aufgaben gehen will. 

Vom ersten Start bis zur Spitze

Dass dieser Weg in Hagen a.T.W. beginnt, ist kein Zufall. Mit dem Cup der Sparkasse Osnabrück, der ältesten Prüfung des Turniers, sammeln junge Reiter erste Erfahrungen vor großer Kulisse. Im NÜRNBERGER BURG-POKAL Führzügel-Wettbewerb beginnt für die jüngsten Teilnehmer die sportliche Laufbahn, während im ADC Amateur Cup Finale ambitionierte Amateure ihr Können unter Beweis stellen. So entsteht bei Horses & Dreams Jahr für Jahr ein Gesamtbild, das den Reitsport in seiner ganzen Breite zeigt – von den ersten Schritten im Sattel bis hin zur internationalen Karriere.

Tickets für alle Veranstaltungstage (Mittwoch ist der Eintritt frei), die Abendshow „Reise um die Welt”  und alle drei HALLA Clubbing Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf über Reservix.

 

TICKETS AB SOFORT auf https://horses-and-dreams.reservix.de/

 

Foto: Isabell Werth wird in den nationalen und internationalen Prüfungen von Horses & Dreams an den Start gehen. 2025 präsentierte sie Special Blend in der CDI3* Tour. © Pferdefotografie Stefan Lafrentz